[Rezension] "Die Legende von Tyr - Der Weg nach Aeswyn" von Norman Doderer

August 26, 2015




→ KLAPPENTEXT 


Tyr, das einst große und stolze Reich der Elfen, ist nach einem schrecklichen Krieg in drei Königreiche zerfallen und seither durch Mauern getrennt. Getrieben von Misstrauen und Argwohn haben die Könige von Mag Môr, Tawhar und Aeswyn jegliche Beziehungen zueinander abgebrochen. Doch ein alter gemeinsamer Feind wirft abermals seine dunklen Schatten gen Tyr. Aladriel, der junge Prinz Tawhars, macht sich gegen den Willen seines Vaters auf, um in Aeswyn um Beistand zu bitten. Wird es dem jungen Waldelfen gelingen, das Reich gegen diese Bedrohung erneut zu einen? Oder besiegeln unüberwindbare Differenzen zwischen den drei Elfenvölkern ihr gemeinsames Schicksal? Eine abenteuerliche Reise ins Ungewisse beginnt …

→ DER ERSTE SATZ 


Langsam spannte Aladriel die Sehne seines Bogens.


→ BUCHTRAILER 





→ INHALT 


In dem Buch geht es um Aladriel, dem Prinzen von Tawhar, einem der drei Königreiche von Tyr. Aladriel ist ein weltoffener Elf, dem der Zwist zwischen den Königreichen schon lange missfällt und der Ansicht ist, dass es langsam an der Zeit ist diesen nach knapp 1500 Jahren aus der Welt zu schaffen.

Nach einem Jagdausflug findet Aladriel eine seltsame Kette am Strand, welche sich als böses Ohmen von einem längst vergangenen Feind entpuppt. Als die Ehrwürdige Weise, Muniya, auch noch vorhersieht, das sich Tyr dunkle Mächte nähern, die ganz Tyr vernichten wollen, beschließt er sich auf den Weg nach Aeswyn zu begeben um Hilfe zu suchen, denn nur gemeinsam und mit vereinten Kräften können sie sich dem mächtigen Feind entgegenstellen.

Doch durch das große Misstrauen und die Argwohn in den Elfen der Königreiche steht sein Vorhaben auf Messers schneide. Wird der König von Aeswyn ihm Gehör schenken? Wird er sein Ziel überhaupt erst erreichen oder wird er vorher scheitern? Werden sie den Feind aufhalten können oder  alle sterben?


→ FAZIT 


Auf dieses Buch bin ich natürlich wieder durch Gruppen auf Facebook aufmerksam geworden. Mich hat der Klappentext unheimlich angesprochen und nachdem ich das Buch nun beendet habe kann ich einfach nicht verstehen, dass es so wenig bekannt ist.

Mich hat Norman mit seiner Geschichte, dem Schreibstil und den Charakteren völlig überzeugt und ich habe sogar extra wenig gelesen, damit das Buch nicht so schnell zu Ende ist. Die Geschichte lies sich wunderbar flüssig lesen und lässt einen ohne Probleme in die Welt von Tyr eintauchen.

Ich war völlig mitgerissen und habe am Ende einige Krokodilstränen geweint, da ich das Ende ziemlich traurig fand. Auch fiel es mir sehr einfach für die Charaktere richtige Sympathien zu entwickeln während ich anderen am liebsten links und rechts eine verpassen würde, weil sie total arrogant sind. Das ist für mich der beste Beweis, dass jeder Charakter sehr gut durchdacht und umschrieben wird.

Was mich ebenfalls mehr als begeistert hat war die umschriebene Blutrünstigkeit der Gegner. Es war nicht ansatzweise magisch oder wurde irgendwie verschönert, sondern sie wurden genau als die Monster dargestellt, die sie auch sind. Eine sehr gelungene Stelle fand ich die Situation in der Aladriel die Grünbogens nach dem Angriff aufgefunden hat. Jeder der das Buch gelesen hat oder lesen wird, wird wissen was ich meine. Für mich persönlich ist das eine perfekte Kombination aus magischen Elfenreich und trotzdem einer grausamen Brutalität, die perfekt zu dem Gegner passt.

Lange habe ich über Kritikpunkte nachgedacht, Sachen dir mir nicht gefallen haben, aber mir fällt einfach nichts ein. Für mich ist die Geschichte einfach toll genau so wie sie ist.

Alles in allem kann ich es nicht abwarten bis im Frühjahr 2016 der 2. Band erscheinen wird, den ich mir auf jeden Fall kaufen werde! Ein wirklich sehr gelungener Auftakt zu einer grandiosen Geschichte.

5 von 5 Herzen


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