[Rezension] "Die Greifen-Saga: Die Ratten von Chakas" von C. M. Spoerri

September 23, 2015




→ KLAPPENTEXT 


Die sechzehnjährige Mica ist es gewohnt, für das zu kämpfen, was sie zum Überleben auf der Straße braucht. Sie steht am Rande der Gesellschaft von Chakas. Ihr Leben ist geprägt von Armut, Hunger und Angst. Doch nicht zuletzt dank ihrer magischen Kräfte, die nach und nach in ihr erwachen, kann sie es meistern. Alles, was ihr etwas bedeutet, ist ihr jüngerer Bruder Faím. Das Schicksal stellt sie jedoch auf eine harte Probe, als Faím von ihr getrennt wird, während sie selbst dem geheimnisvollen Dieb Cassiel in die Hände fällt, der sie in seine Gilde mitnimmt. Ist es der Beginn eines besseren Lebens? Wird es Mica gelingen, sich in den Kreisen der Diebe eine Stellung zu erkämpfen? Und wie soll sie ihren Bruder wiederfinden, der gerade selbst das Abenteuer seines Lebens erfährt?


→ DER ERSTE SATZ 



"Es gab in dem Tunnelsystem mehr Löcher als in einem Kaninchenbau und dennoch fand sich die kleine Gestalt mit erstaunlicher Sicherheit darin zurecht, während sie in der Dunkelheit von einem Gang in den nächsten hetzte."


→ INHALT 


Im 1. Band der Trilogie lernt man Mica und ihren Bruder Faím kennen. Beide haben schon früh ihre Eltern verloren und waren seit dem gezwungen sich alleine durchzuschlagen und in den Tunnelsystem von Chakas zu leben. Als Mitglieder einer Bande, die nur als "Kanalratten" bekannt sind mussten sie täglich die Sachen, die sie zum überleben brauchten von den Händlern stehlen und aufpassen, dass sie nicht von den Wachen der Stadt erwischt wurden.
Gerade Faím hat es schwer, da er schon immer schwach und kränklich war und sich somit nicht gegen den Anführer der Bande wehren konnte. Ein ums andere Mal konnte Mica die Situation gerade so retten und sie vor dem Tod oder dem Rausschmiss aus der Bande bewahren.

Während eines Auftrages, bei dem sie und  einige andere Bandenmitglieder ein wertvolles Artefakt stehlen sollen, lernt sie den Dieb Cassiel kennen. Nachdem sie von Faím getrennt wurde und dieser nirgends zu finden ist, nimmt Cassiel sie mit in die Diebesgilde. Schon immer war es ihr Traum einer Gilde anzugehören und ihre Magie, die sich immer mehr bemerkbar machte, beherrschen zu lernen. Doch konnte sie einfach so ein neues Leben beginnen wo sie doch keine Ahnung hatte was mit ihrem Bruder geschehen war? Was sie nicht wusste war, dass dieser gerade sein ganz eigenes, neues Leben begonnen hatte.


→ FAZIT 


Dieses Buch habe ich wieder verschlungen und konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Seiten sind geradezu dahin geflogen und plötzlich war der 1. Band auch schon zu ende.

Anfangs hatte ich, aufgrund des Schreibstils, etwas Probleme in das Buch zu kommen. Nach dem 1. Kapitel hatte ich mich aber schnell darauf eingestellt und ich konnte mich voll und ganz auf die Geschichte einlassen.

Wie bereits erwähnt fand ich den Schreibstil auf den ersten paar Seiten etwas gewöhnungsbedürftig. Dieser ist in der Vergangenheitsform und aus der Erzählerperspektive. Sobald ich mich aber daran gewöhnt hatte, war die Geschichte leicht und verständlich. Immer mehr Spannung wurde aufgebaut und Kapitelenden so geschickt gewählt, dass ich unbedingt weiterlesen musste. Ab und zu bin ich über Sätze gestolpert, die sich für mich falsch angehört haben oder die in einer anderen Satzstellung einfacher zu lesen gewesen wären. Dennoch hat die Autorin es geschafft eine authentische Geschichte zu schaffen, die mich mitgerissen hat.

Weiterhin gab es viele Charaktere zu bestaunen. Zu Beginn lernt man nur Mica und ihren Bruder Faím kennen, von denen ich nach und nach ein besseres Bild bekommen habe. Die Charaktere sind gut und prägnant beschrieben worden, aber nicht so das ich das Gefühl hatte einen Steckbrief zu lesen, sondern mehr Häppchenweise. Im Laufe der Geschichte hat sich ein immer besseres Bild in meinem Kopf gebildet oder auch verändert, wenn sich zum Beispiel die Haut im Laufe der Zeit gebräunt hat. Außerdem gab es immer mal wieder weitere Personen, die ich kennenlernen durfte. Wie zum Beispiel den Anführer der Kanalratten, den ich absolut nicht ausstehen konnte. Die Kapitel sind so aufgebaut, dass man zu Beginn entweder Mica oder Faím begleitet, da deren Schicksal schnell in zwei unterschiedliche Richtungen geht. Etwas später steigt auch noch ein weiterer Protagonist ein, bei dem ich bereits jetzt eine dunkle Vermutung habe, wer er sein könnte. Ich bin echt schon gespannt ob ich damit recht behalten werde.

Den Verlauf der Geschichte habe ich gebannt mitverfolgt und habe ein ganz schönes Gefühlschaos erlebt. Die Autorin hat es geschafft, dass ich laut lachen musste, was für mich ein riesiger Pluspunkt ist. Außerdem habe ich mit den Charakteren gelitten, konnte mich in sie hineinversetzen, habe mich mit ihnen geärgert und Angst gehabt oder hätte am liebsten manchen Leuten ebenfalls eine Ohrfeige hinterher verpasst. Was super zum Feeling und dem Vorstellungsvermögen beigetragen hat sind die Karten der Welt, die mit im Buch abgedruckt sind und auf die ich immer wieder einen Blick werfen konnte.

Das Ende fand ich ziemlich unvorhersehbar und ist ein Cliffhanger. Ich persönlich finde ihn aber nicht so furchtbar, wie viele sagen. Auf jeden Fall möchte ich wissen es weitergeht und bin super neugierig.

Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass mich das Buch von sich überzeugt hat und eine  Empfehlung von mir bekommt. Trotz mancher Stellen über die ich hin und wieder gestolpert bin, ist das Buch für mich ein Leseerlebnis gewesen, für das ich der Autorin danken möchte.






→ Vielen Dank an dieser Stelle bei C. M. Spoerri für die Bereitstellung des Leseexemplars! ←

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