[Rezension] "Die Greifen-Saga: Die Träne der Wüste" von C. M. Spoerri

Oktober 01, 2015




→ KLAPPENTEXT 


Mica scheint die Chance erhalten zu haben, einer Gilde anzugehören und dadurch vielleicht einer besseren Zukunft entgegenzublicken. Aber dann passiert etwas, das all ihre Pläne durchkreuzt und sie abermals vor die Frage stellt: Was haben die Götter bloß mit ihr vor? Und welche Rolle spielt der Schurke Néthan, der sich nichts sehnlicher wünscht, als endlich mehr über seine Vergangenheit zu erfahren? 

Währenddessen keimt in Micas Bruder Faím Hoffnung auf: Er darf zurück nach Chakas zur Gilden-Aufnahmezeremonie der Sommersonnenwende. Ob er dort seine Schwester wiedersehen wird?


→ DER ERSTE SATZ 


"Können wir?" Cassiel stand mit verschränkten Armen im Eingang des Quartiers und musterte Mica, die sich gerade damit abmühte, ihre wilden Locken mit einem Kamm zu zähmen.


→ INHALT 


Im 2. Band der Trilogie begleitet man wieder Mica und ihren Bruder Faím. Für Mica scheint sich endlich der Wunsch zu erfüllen, einer Gilde anzugehören und damit das Leben zu haben, dass sie sich immer gewünscht hat. Doch alles soll anders kommen, als sie gedacht hat und plötzlich spielen der Schurke Néthan und der Zirkelleiter Cilian eine wichtige Rolle in ihrem Leben und stellen dieses von heute auf morgen auf den Kopf.

Während Mica erstmal verdauen muss, was ihr von den beiden offenbart wurde, wünscht sich Néthan nichts sehnlicher, als mehr über seine Vergangenheit zu erfahren, die ihn zurück nach Chakas geführt hat. Doch jeder Mal, wenn er versucht sich zu erinnern plagen ihn schreckliche Kopfschmerzen, für dessen Herkunft er sich nicht erklären kann.

Auch für Faím geht ein Traum in Erfüllung, denn er kehrt nach Chakas zurück und darf dem Wasserzirkel beitreten, was er sich sein Leben lang gewünscht hat. Außerdem hofft er, dass er endlich seine Schwester wiedersehen wird, die er von Tag zu Tag mehr vermisst.



→ FAZIT 


Ich habe den zweiten Band einfach geliebt und fand ihn noch besser als den ersten, den ich ja schon grandios fand. 

Der zweite Band knüpft nahtlos an den ersten an und ich befand mich direkt wieder im Geschehen. Sofort hat mich die Geschichte wieder in ihren Bann gezogen und genauso schnell sind die Seiten dahin geflogen. Die einzelnen Kapitel sind, wie bereits im ersten Band, so aufgeteilt, dass man jeweils einen Charakter begleitet und an seinen Abenteuern teilnimmt.

Natürlich habe ich wieder die altbekannten Gesichtern getroffen. Mica, die langsam aber sicher eine taffe Frau wird und fleißig trainiert. Cassiel, der sich langsam zu öffnen beginnt. Faím, der ebenfalls eine Wendung durchlebt, sowie Sarton, den Kapitän der Smaragdwind, Aren, der mittlerweile wie ein Vater für Mica geworden ist und auch Néthan, der Anführer der Sandschurken ist wieder mit dabei und spielt eine geheimnisvolle Rolle. Außerdem lernt man den Zirkelleiter Cilian besser kennen und erfährt vieles über seine ungewöhnliche Leidenschaft: die Greifen.

Genau diese spielen im zweiten Band eine entscheidende Rolle. Ich bin überwältigt mit wie viel Geschick die Autorin die einzelnen Geschichten zusammenführt und wie sogar die Charaktere, Gedanken und Gefühle der Greifen beschrieben werden. Dabei wurden so geschickte Formulierungen verwendet, das ich dennoch das Gefühl hatte von einem Tier zu lesen und nicht von einem Menschen. Die Beschreibungen sind so toll, dass ich beinahe geglaubt habe, dass es diese Wesen wirklich gibt.

Aber nicht nur die Beschreibung der Greifen ist genial gelungen, auch die der einzelnen Charaktere stand dem in nichts nach, so wie ich es schon aus Band 1 gewohnt war. Ich habe die Geschichte nicht nur gelesen, ich habe sie gelebt! Und das aus dem einfach Grund, weil die Geschichte so charismatisch und detailtreu ist, das ich alles um mich herum vergessen habe. Durch diesen Schreibstil hat die Autorin es einfach geschafft, etwas ganz wundervolles zu kreieren, dass mein Herz höher schlagen lässt.

Wirklich viel kann ich dazu nicht mehr sagen, außer: Es ist ein perfekter zweiter Band und gehört für mich zu einer Reihe, die jeder Fantasy-Liebhaber einmal gelesen haben muss.







→ Vielen Dank an dieser Stelle bei C. M. Spoerri für die Bereitstellung des Leseexemplars! ←

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