[Blogtour] Spiegelsplitter von Ava Reed

November 20, 2015



Hallo ihr wunderschönen Menschen,
und willkommen bei Tag 5 und damit dem letzten Tag der Spiegelsplitter-Blogtour.

In den vergangenen Tagen habt ihr schon so einiges bei den Anderen rund um Spiegelsplitter und Ava erfahren, aber fassen wir diese Woche doch noch einmal zusammen:


  Rückblick 



» TAG 1 «

Heute beginnt die tolle Blogtour zu Spiegelsplitter bei Lisa von Buchmagie. Sie stellt euch Ava und ihr Buch auf eine ganz besondere Art und Weise vor.


» TAG 2 «

Heute sind wir zu Besuch bei Jaquelin von Bookaholic.. Sie zeigt euch ein paar tolle Zitate und eine Leseprobe.


» TAG 3 «

Heute geht die Blogtour weiter bei Saskia von Red Fairy Books. Bei ihr könnt ihr sowohl ein Charakterinterview als auch einen Traumcast lesen.


» TAG 4 «

Am vorletzten Tag dieser wundervollen Blogtour sind wir zu Besuch bei Pierre von Ich liebe Fantasybücher. Bei ihm hat sich heute alles rund um das Thema Fantasy und die Welt in Spiegelsplitter gedreht.




  Vorschau "Spiegelstaub" (Band 2) & Leseprobe 


Bei mir erwartet euch heute also ein kleiner Einblick in "Spiegelstaub", welches voraussichtlich im März/April 2016 wieder eBook und Taschenbuch erscheint. Und um gleich alle zu beruhigen, die viel wert auf das Cover legen: Der Stil bleibt derselbe! Mehr können wir euch aber leider noch nicht verraten, also müsst ihr euch noch etwas in Geduld üben.

Kommen wir aber nun zu meinem persönlichen Highlight: der Leseprobe! Wenn ihr euch allerdings nichts selbst spoilern wollt, dann klickt bitte nicht auf den Button.


LESEPROBE "SPIEGELSTAUB" - BAND 2
1
Finn – Hier und Jetzt

Ich hörte, wie ihr Herz im Einklang mit meinem schlug. Ihre Wärme hüllte mich ein, der Duft nach Wildblumen und dem Meer, nach frischer Erde und nassem Gras erfüllten den Raum. Während ihr Kopf auf meinem Schoß ruhte, hielt ich ihre Hand. Ich lauschte ihren regelmäßigen Atemzügen und sah, dass sie ab und an ihre Nase kräuselte, weil eines ihrer Haare sich dorthin verirrt hatte und sie kitzelte.
Ich blickte sie an und sah alles, was mir wichtig war. Das, was mir mehr bedeutete als irgendetwas anderes jemals zuvor.

Einige Monate waren bereits vergangen, seit wir sie befreien konnten, doch ich dachte noch jeden verfluchten Tag daran. Daran, dass ich sie hätte verlieren können. Dass ich sie beinahe verloren hätte.
Meine Hand umfasste ihre fester, so als wollte sie sicher gehen, dass Cat nicht einfach verschwand. Die Gedanken, die mich unter sich begruben, konnte ich jedoch nicht aufhalten. Raphael war fort und er fehlte mir. Ich hatte einen Freund verloren, den ich gerade erst wiedergewonnen hatte. Besonders Cat traf dieser Verlust sehr, denn sie hatte ihn sofort in ihr Herz geschlossen.
Deshalb erzählte ich ihr nicht, was ich an dem Tag, an dem wir heimgekehrt waren, gehört hatte. Dass, was sie nicht wahrgenommen hatte, als wir draußen unter ihrer Esche gesessen hatten. Den Raben. Bis heute war es still geblieben und ich betete Tag um Tag, dass das so blieb. Dass dieser Rabe nichts weiter war als ein wunderschönes Tier und nichts mit einer Fantasie gemeinsam hatte. Dass Seth es nicht aus Scáthán geschafft hatte und nun für immer dort bleiben musste.
Kurz schloss ich meine Augen, versuchte der Bilderflut Herr zu werden.
Als ich sie wieder öffnete und geradeaus gen Fenster blickte, sah ich ihn - Schnee. Der erste des Jahres. Ich musste grinsen, als ich die riesigen Schneeflocken sah, die langsam zu Boden rieselten. Cat beschwerte sich seit Tagen, dass es nur regnen würde und kalt sei, aber kein Schnee zu sehen wäre. Sie war so unendlich aufgeregt auf den ersten irischen Winter, den sie nun erleben würde.
»Kleine Fee. Aufwachen«, flüsterte ich ihr leise zu und strich ihr dabei sanft über ihre Wange, »sonst verpasst du noch den Schnee, auf den du so lange gewartet hast.«
Ein nörgeliges Brummen entwich ihr und sie kuschelte sich noch mehr unter die Wolldecke, die über ihr lag. In wenigen Tagen war Weihnachten und wenn ich zuließ, dass sie das hier verpasste, würde ich alleine feiern müssen. Ich konnte nicht anders, ich musste lachen, was meinen Körper in Bewegung setzte.
Wie sehr sich mein Leben verändert hatte.
»Warum lachst du so laut?«, murmelte sie vor sich hin.
»Weil du mich so auf Trab hältst.« Noch immer konnte ich nicht aufhören.
»Wieso klingt das nicht nach einem Kompliment, wenn du das sagst?« Sie drehte ihren Kopf zu mir und öffnete endlich ihre Augen. Das Funkeln darin nahm ihrer Frage die Schärfe und so lächelten wir uns einfach nur an. Ihre Wangen begannen sich zu röten und sie konnte ihre Augen kaum offen halten.

Ich hatte ihr vorgeschlagen ihr aus meinem Lieblingsbuch vorzulesen, doch anscheinend war es für sie weniger spannend gewesen als für mich, denn sie war bereits nach wenigen Minuten eingeschlafen.
»Möchtest du nun den Schnee sehen?«, zog ich sie liebevoll auf. Ihre Augen wurden ruckartig größer, schienen mich zu fragen, ob ich sie nur ärgern wollte und ihr Mund war zu einem kleinen O geformt.
»Schnee?«, flüsterte sie ehrfürchtig und drehte sich so schnell in Richtung Fenster, dass sie beinahe von der Couch fiel.
Mittlerweile tobte ein kleiner Schneesturm draußen und fegte immer wieder Flocken an das Fenster. Ich konnte ihr Gesicht nicht sehen, aber ich spürte, dass sie von diesem Anblick hin und her gerissen war. Auch sie schienen die Erinnerungen nicht in Ruhe zu lassen.
»Sie würden nicht wollen, dass du traurig bist«, sagte ich leise zu ihr, während ich ihr seidiges Haar durch meine Finger gleiten ließ.
Sie setzte sich aufrecht hin, rutschte neben mich und bettete ihren Kopf auf meiner Schulter.
»Manchmal wünsche ich mir, dass du nicht sofort weißt, was in mir vorgeht«, sagte sie mit belegter Stimme, »dann müsstest du dir nicht immer solche Sorgen machen.« Auch sie hatte meine Gefühle empfangen. Es war wie atmen, man konnte es nicht abstellen.
»Meinst du wir sehen sie wieder? Meinen Vater, meine Mutter und Raphael? Meinst du es geht ihnen gut?« Ihre Frage schnürte mir die Kehle zu. Sie war so voller Hoffnung und ich hatte Angst etwas Falsches zu sagen. Ich räusperte mich kurz und drückte sie fest an mich.
»Ich weiß es nicht, ich weiß es nicht. Aber ich hoffe es von ganzem Herzen. Ich hoffe, dass es ihnen gut geht, wo auch immer sie gerade sind und dass wir sie in unserem nächsten Leben wieder an unserer Seite haben werden.« Ich spürte ihr Nicken an meiner Schulter und den stummen Schrei in ihrem Inneren.
Noch eine Weile saßen wir still da, lauschten nur unseren Gedanken und den Gefühlen des anderen und sahen zu, wie der Wald sich weiß färbte.
Meine Hütte war nun auch ein Heim seit Cat hier bei mir war. Sie hatte Leben in diese vier Wände gebracht, die Kälte, die Trostlosigkeit und Einsamkeit vertrieben. Sie hatte Aidan dazu genötigt auch noch eine Klappe in meine Haustür zu machen, eine Hundeklappe. Zu meinem Bedauern hatten wir keinen Hund, sondern einen ziemlich nervigen und anhänglichen Fuchs, der nun auch hier lebte und Cat auf Schritt und Tritt folgte. Ja, ich war eifersüchtig auf einen Fuchs. Zumindest ein wenig. Ich schnaubte, konnte mir ein Grinsen aber nicht verkneifen. In dem Moment bebte auch Cats Körper und sie strahlte mich an.
»Du liebst den Fuchs genauso wie ich!«
»Hab ich das eben etwa laut gesagt?«
»Nein, aber deine Gedanken erschienen so klar in mir, dass ich mir diesen Kommentar nicht verkneifen konnte.« Sie gab mir einen Kuss auf die Wange, doch das reichte mir nicht. Ich legte meine Hand in ihren Nacken, in ihr schweres braunes Haar und zog sie sacht, aber bestimmt zu mir. Sanft legte ich meine Lippen auf ihre. Es war ein Hauch von einem Kuss, doch ich spürte wie ihr Herz begann schneller zu schlagen, so wie meines. Ich vertiefte den Kuss, spürte ihre weichen Lippen, während das Verlangen durch mich hindurchschoss und mich in Brand setzte. Sie drückte sich an mich, lächelte in den Kuss hinein, während sich der Wind begann zu regen. Noch immer konnte sie ihre Kräfte bei zu starken Emotionen nicht lenken.
Der Knall der Klappe ließ uns zusammenzucken. Schwer atmend blickten wir uns an, unfähig etwas zu sagen. Kohana kam schlitternd vor uns zum Stehen, seine Augen leuchteten und sein Fell war schneeweiß. Er schüttelte sich und kalter Schnee berieselte uns.

»Fuchs, irgendwann sind wir zwei alleine!«, drohte ich ihm knurrend und kniff die Augen zusammen, während Cat sich bestens amüsierte.
»Prinzessin, kommt! Draußen ist es wunderschön.« Er ignorierte mich.
»Ich komme sofort«, sagte sie voller Vorfreude, »geh schon mal vor.« Der Fuchs nickte und raste wieder hinaus in die Kälte. Ich sah den Schalk in ihren Augen, als sie mich anblickte. Doch sie sagte nichts.
»Er kommt immer zu den unpassendsten Zeiten«, nörgelte ich. Ich wusste, dass ich mich kindisch verhielt, aber er trieb mich in den Wahnsinn.
»Du wirst immer meine Nummer eins sein, kleiner Wolf!", sagte sie, als sie von der Couch sprang und mir zuzwinkerte. Kleiner Wolf, so ein Unfug. Ich war riesig!
Du weißt, dass das nicht stimmt. Ich sprang vor sie, versperrte ihr den Weg und zwang sie mich anzusehen. Ich hoffe, wir machen nachher da weiter, wo wir aufgehört haben.
Ich liebte es, wenn sich ihre Wangen rot färbten, wenn ihr Körper sie verriet. Ich neigte meinen Kopf, kam ihr immer näher, doch statt dem Kuss, auf den sie gewartet hatte, flüsterte ich ihr ins Ohr: »Heute Nacht werde ich dich nicht teilen...« Ihr Atem beschleunigte sich und sie trat hastig an mir vorbei.
Du bist unmöglich!
Und sie würde mich nie wieder loswerden.





Und? Habe ich euch zu viel versprochen? Ich hatte sofort das Bedürfnis weiterzulesen und muss mich jetzt noch so unfassbar lange gedulden, bis der 2. Band endlich erscheint.

Zum Schluss dieser wundervollen Tour gibt es natürlich auch noch eine Kleinigkeit zu gewinnen.


» Platz 1 «
1 signiertes Taschenbuch & Schmucklesezeichen

» Platz 2 «
1 eBook von "Spiegelsplitter"

» Platz 3 «
1 signiertes Lesezeichen & 1 signierte Postkarte



Das Gewinnspiel findet in der Facebookveranstaltung statt, zu der ihr >> HIER << kommt.

Ich hoffe euch hat dieser Beitrag und der kleine Einblick gefallen und natürlich auch dir restlichen Beiträge dieser Tour. Ich habe mich riesig gefreut, dass ich dabei sein durfte und möchte an dieser Stelle noch einmal Danke sagen!


•• NELE ••



You Might Also Like

5 Kommentare