[Rezension] "Dana und das Geheimnis des magischen Kristalls" von Thomas L. Hunter




→ KLAPPENTEXT 


Dana, die als Baby von Zwergen gefunden und aufgezogen wird, erfährt an ihrem zehnten Geburtstag von ihrer Herkunft und der ihres Volkes. Eine abenteuerliche Suche nach ihrer Vergangenheit beginnt. Aber auch der Zwergenkönig erbittet ihre Hilfe bei einem Problem das zuvor noch keiner zu lösen vermochte. Dabei stehen Dana die kleine Fee Shari und der Zwerg Gomek zur Seite. Können die Drei die Zwerge retten und das Geheimnis um Danas Vergangenheit lüften?


→ DER ERSTE SATZ 


Die Höhle lag im Halbdunkel und viele Magier hatten sich eingefunden.


→ INHALT 


In dem Buch lernen wir Dana und ihre Fee Shari kennen, die beide unter ganz besonderen Umständen zu den Zwergen gekommen sind. Denn die beiden wurden als Baby von diesen gefunden und liebevoll aufgezogen. An ihrem 10. Geburtstag soll sie schließlich mehr über ihre Herkunft und ihr Volk erfahren und so begibt sie sich zusammen mit ihrem Freund Gomek auf ein großes Abenteuer um mehr über ihre Vergangenheit zu erfahren.

Doch nicht nur die Suche nach ihrem Volk soll Dana auf Trapp halten, sondern auch die Bitte des Königs, der möchte, dass sie herausfindet was einige Teile des Berges zusammenbrechen lassen hat.

Somit beginnt für das kleine Mädchen eine große Reise in dem riesigen Berg, in dem sie den verschiedensten Völkern begegnen soll und auch endlich erfährt woher sie stammt.


→ FAZIT 


Wieder ein Buch bei dem ich wirklich hin und her gerissen bin. Der Einstieg ins Buch fiel mir leicht und ich hatte keine Schwierigkeiten, mich in die Geschichte einzufinden. Allerdings fällt mir gleich auf der ersten Seite des Buches auf, dass die ersten paar Sätze besser in einen Prolog gepasst hätten, vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass man in dem einen Satz noch in der Vergangenheit befindet und gleich im nächsten in der Gegenwart und damit in der aktuellen Handlung.

Die Protagonisten sind leider alle sehr oberflächlich beschrieben, sodass ich mir fast kein Bild von ihnen machen konnte. Hier hätte Thomas L. Hunter definitiv mehr rausholen können. Für mich ist es einfach sehr wichtig, sich ein genaus Bild von den Protagonisten machen zu können um mit ihnen mitfiebern zu können. Das hat mir hier leider völlig gefehlt und jeder einzelne blieb bis zum Schluss mehr oder weniger gesichtslos und ich konnte keinen wirklichen Bezug aufbauen. 

Den Schreibstil fand ich einfach und gut geeignet für 10-jährige. Bei den meisten Stellen lies er sich leicht weglesen und war gut verständlich. Was ich allerdings gar nicht gut fand waren die unzähligen Rechtschreibfehler. Einem Kind mag das vielleicht nicht so auffallen, aber ich wäre am liebsten mit dem Rotstift durch das Buch gewandert. Ich bin nämlich ein Mensch, den Rechtschreibfehler sehr im Lesefluss behindern und damit auch das Feeling der Geschichte zerstören.

Die Geschichte und der Fortgang dieser war hingegen wirklich ganz toll. Genau das war auch der Grund warum ich das Buch unbedingt lesen wollte. Es steckten so viel Magie und Fabelwesen darin, dass es mein Herz höher schlagen lies. An dieser Stelle muss ich dem Autor ein großes Lob für diese wirklich gelungene Idee aussprechen. Doch leider gibt es auch hier einen Haken. Zwar wurden die einzelnen Höhlen, in denen die drei ihre Abenteuer erlebten ziemlich gut beschrieben, aber ich hatte das Gefühl es würde eine To Do-Liste abgearbeiten werden.

Dana erledigte die Aufgaben so schnell und eigentlich jedes mal fast völlig ohne Komplikationen das es irgendwann leider ziemlich langweilig wurde. Es wäre so viel schöner gewesen, wenn man als Leser etwas mehr Zeit gehabt hätte die Vielfalt an Völkern besser kennenzulernen. Denn so war es immer das gleiche: Lange Strecke laufen, neues Volk kennenlernen das bereits gewartet hat, Fest feiern, zurückgehen. Hier hätte ich mir vielleicht ein paar weniger Völker gewünscht und dafür eine abwechslungsreichere Geschichte.

Und was mir ganz besonders gefehlt hat: Rückschläge. Gerade bei einem Kinderbuch hätte ich es sehr wichtig gefunden, dass Dana auch mal Rückschläge erlebt und einen anderen Weg suchen muss. Aber durch die ganze Geschichte hindurch lief es fast immer glatt und sie hatten keine wirklichen Komplikationen.

Auch das Ende war wie zu erwarten sehr schnell erreicht und hat wieder völlig ohne Turbolenzen geklappt und es wurde mal wieder gefeiert. Die Geschichte endet mit dem Ausblick auf ein neues Abenteuer und weißt somit also auf einen weitern Band hin.

Kurzum gesagt: Eine grandiose Idee die von viel Einfallsreichtum zeugt, aber leider etwas in den Sand gesetzt wurde, da hier viel Potenzial ungenutzt blieb. Ich fand die Geschichte und die ganzen Wesen so toll und habe mich so wahnsinnig auf sie gefreut und wurde dann leider etwas enttäuscht. Ich wünsche mir deshalb, dass im 2. Band mehr von dieser eigentlich grandiosen Geschichte umgesetzt wird. Ich ein genaueres Bild der Protagonisten bekomme und alles nicht so schnell und einfach abgehandelt wird. Denn trotz dieser sehr strengen Kritik freue ich mich wirklich auf die Fortsetzung und ich hoffe, dass Thomas L. Hunter ein kleines Meisterwerk schafft.


3 von 5 Diamanten



→ Vielen Dank an dieser Stelle bei Thomas L. Hunter für die Bereitstellung des Leseexemplars! ←

1 Kommentar:

  1. Hallo Nele ... vielleicht möchtest du ja noch einmal meine Neuauflage von Dana 1 lesen! Bekommst du von mir als eBook gratis. Hab sie Überarbeiten. Gruß Thomas L. Hunter :)

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