[Rezension] "Erebos" von Ursula Poznanski




→ KLAPPENTEXT 


In einer Londoner Schule wird ein Computerspiel herumgereicht - Erebos. Wer es startet, kommt nicht mehr davon los. Dabei sind die Regeln äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance. Er darf mit niemandem darüber reden und muss immer allein spielen. Und wer gegen die Regeln verstößt oder seine Aufgaben nicht erfüllt, fliegt raus und kann Erebos auch nicht mehr starten. Erebos lässt Fiktion und Wirklichkeit auf irritierende Weise verschwimmen: Die Aufgaben, die das Spiel stellt, müssen in der realen Welt ausgeführt werden. Auch Nick ist süchtig nach Erebos - bis es ihm befiehlt, einen Menschen umzubringen.


→ DER ERSTE SATZ 


Schon zehn Minuten nach drei und noch keine Spur von Colin.


→ INHALT 


In dem Buch geht es um Nick, der eine Londoner Schule besucht, an der in letzter ein Computerspiel die Runde macht. Anfänglich weiß natürlich keiner genau um was es geht, aber als sich schließlich auch Nicks vermeintlicher Freund Colin plötzlich seltsam verhält, möchte er unbedingt erfahren um was es genau geht.

Jeder der Teil des Spieles ist macht ein großes Geheimnis darum und gibt nicht das kleinste Detail preis. Schließlich ist es dann soweit und auch Nick erhält die CD mit dem Spiel und erhält damit die Chance ein Teil von Erebos zu sein. Allerdings sind die Regeln streng: Er darf keinem davon erzählen, muss stets allein sein, wenn er Erebos spielt und hat nur eine einzige Chance. Sollte man gegen die Regeln verstoßen oder eine Aufgabe des Boten nicht schaffen, so wird man aus Spiel verbannt und hat keine Möglichkeit es mehr zu betreten.

Anfangs fesselt Erebos Nick sehr, denn es lässt die Realität einfließen und so muss er unter anderem Aufgaben im wahren Leben erledigen um im Spiel voranzukommen. Ihm gefällt diese Art und schnell will er einfach nur noch besser und besser werden. Das alles findet ein jähes Ende als ihm das Spiel befiehlt einen Menschen zu töten.

Als Nick schließlich begreift, wie gefährlich Erebos in Wahrheit ist, setzt er alles daran um zu erfahren was dahinter steckt und das Spiel aufzuhalten noch mehr Menschen zu schaden. 



→ FAZIT 


Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und war zunächst etwas skeptisch, da es mein allererstes Hörbuch war. Aber das war völlig unbegründet, dann ich war sofort mitten in der Geschichte und hatte die CDs innerhalb von 2 Abenden durchgehört.

Der Einstieg in die Geschichte viel mir sehr einfach und ich war schnell Feuer und Flamme für die Geschehnisse. Von Anfang an wusste ich eigentlich, welchen Protagonisten ich mochte und welchen nicht.

Der Schreibstil von Ursula Poznanski ist wahnsinnig flüssig und sehr gut verständlich. Das Hören war dadurch sehr einfach und ich bin gut mit der Handlung mitgekommen. Es hatte ein gewisses Suchtpotential und ich wollte immer mehr und mehr erfahren. Allerdings hat mir ein wenig das Anspruchsvolle und die Wortgewandtheit gefehlt.

Bei den einzelnen Charakteren ging dann das große Chaos los. Die Schüler konnte ich mir gerade so noch merken und zuordnen, aber als es dann ins Spiel ging kamen auch noch die Namen der Spielfiguren dazu und das Chaos war perfekt. Es flogen einem ständig um die zwanzig verschiedene Namen um die Ohren, sodass ich zum Schluss völlig den Überblick verloren hatte, wer da nun wer ist und was derjenige nochmal für eine Rolle spielte. Das ist meiner Meinung nach etwas ungünstig gelöst worden.

Den Verlauf der Geschichte fand ich gut, auch wenn ich zwischendurch einfach nicht mehr ganz mitgekommen bin. Aber zu erfahren, wie sich die Schüler verändern und wie skrupellos sie sein können, nur weil sie süchtig nach einem Spiel sind und Angst haben es nicht mehr spielen zu können, war spannend zu erleben und gleichzeitig beängstigend. Vieles in dieser Geschichte lässt sich auf die heutige Zeit interpretieren und ich glaube das es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis es ein Spiel wie Erebos auch in der heutigen Zeit geben wird, sofern es das nicht schon längst gibt.

Das Ende war genauso spannend wie die restliche Geschichte und manche Wendung kam für mich durchaus überraschend. Ich fand es toll, wie sich die einzelnen Puzzleteile nach und nach zusammengefügt haben und einen Sinn ergaben. Wie man langsam erkennen konnte, wer dabei welche Rolle gespielt hat.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass Erebos ein wirklich gelungenes Buch über ein Thema ist, das durchaus auch auf die Realität bezogen werden kann und einen auf eine Art und Weise auch wachrüttelt. Die Geschichte ist meiner Meinung nach perfekt für Jugendliche geeignet oder für Leser, die gerne mal etwas "leichte" Kost für Zwischendurch haben möchten. Mich hat das Buch auf jeden Fall neugierig auf mehr Bücher von Ursula Poznanski gemacht und ich freue mich schon auf das nächste.



4 von 5 Diamanten




→ Vielen Dank an dieser Stelle bei der Hörverlag für die Bereitstellung des Hörexemplars! ←

Kommentare:

  1. Liebe Nele,

    das Buch steht schon auf meiner Wunschliste. Deiner Rezension nach müsste es was für mich sein :)

    Liebe Grüße
    Nadine

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    1. Ich bin auf jeden Fall gespannt wie es dir gefällt. :)

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  2. Huhu Liebes,

    ich muss gestehen, dass ich bisher noch gar nichts von Ursula Poznanski gelesen habe und ich schäme mich auch dafür :) Es wird echt mal Zeit, dass ich das nachhole... ;)

    Liebste Grüße
    Sonja

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    1. Hallo Süße,
      ach, dafür muss man sich nicht schämen. Ich glaube bei uns allen gibt es mindestens einen Autor von dem man noch nie etwas gelesen hat, obwohl jeder sagt das er toll schreibt. :D

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  3. Von Erebos habe ich vor dem Lesen viel Gutes gehört und es hat mich auch total angesprochen. Nach dem Lesen war ich allerdings eher enttäuscht. Es war nicht schlecht, aber ich hab schon mehr erwartet.

    Das Namensproblem hatte ich gar nicht so, aber ich finde es auch leichter Namen beim Lesen zu unterscheiden als beim Hören.

    Den ersten Teil der Handlung fand ich persönlich ein bisschen langatmig. Richtig gut gefallen hat mir das Buch erst, als es bei Nick diese große Wendung gibt. Danach mochte ich das Buch total gern.

    Bisher habe ich nur ein weiteres Buch der Autorin gelesen und zwar Saeculum. Das empfehle ich immer gern, weil mir das wahnsinnig gut gefallen hat. Noch viel besser als Erebos.

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    1. Saeculum habe ich auch noch auf dem SuB und Layers noch als Hörbuch. Bei Layers habe ich mal während der Fahrt reingehört, aber ich kann mich während des Autofahrens einfach nicht auf Hörbücher konzentrieren. :D

      Aber ich gebe dir recht. Erebos war eine solide Leistung, hätte aber besser sein können. Deswegen hat es auch keine voll Punktzahl bekommen.

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  4. Hallöchen Nele! :)
    Einen tollen Blog mit einem so schönen mädchenhaften Design hast du hier! c: Ich bleibe direkt mal als Leserin bei dir! :) Erebos hatte ich letztens gelesen und fand es ganz toll - vor allem die Thematik. Was die Namen anbelangt, fand ich es auch manchmal etwas wirr. :D Wir werden das Buch demnächst auch im Deutschunterricht lesen, wobei ich dann doch etwas im Vorteil sein werde, haha. ^^

    Liebste Grüße,
    Vanessa ♥
    http://vanniis-book-paradise.blogspot.de/

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    1. Dann mach es dir gerne gemütlich bei mir. :)
      Und herzlich Willkommen in meiner verrückten Welt.

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  5. hey nele dein blog ist wirklich cool, aber bei Erebos Inhalt steht In dem Buch Erebos geht es um Nick, der eine Londoner Schule besucht, der in letzer ein Computerspiel die runde macht. da fehlt ein zeit in letzter zeit also nur so als tipp nicht als beschwerde

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