[Rezension] "Midnight Eyes - Schattenträume" von Juliane Maibach

Dezember 29, 2015



→ KLAPPENTEXT 

Emily kann es nicht fassen, sie soll einen Dämon gerufen haben und nun hängen ihrer beider Existenzen voneinander ab?! Dabei sehnte sie sich nur nach einem normalen, ruhigen Leben. Immerhin hatte sie in ihrer Vergangenheit bereits genug durchgemacht, so dass sie selbst heute noch von Albträumen und dunklen Erinnerungen heimgesucht wird. Emily muss sich damit abfinden von nun an, einen ziemlich anstrengenden – wenn auch auf den ersten Blick äußerst gutaussehenden – Dämon, samt dessen überheblicher Wächterkatze an ihrer Seite zu haben. Gemeinsam mit Refeniel sucht sie einen Weg, den Pakt zu lösen und ahnt nicht, dass ihre Begegnung kein Zufall war. Jemand ist hinter den beiden her und hat längst seine Fäden um sie gesponnen.


→ DER ERSTE SATZ 


Die Lichter flackerten, tanzten vor seinen Augen und verschwammen stetig mehr und mehr.


→ INHALT 


Im ersten Band der Trilogie lernt man Emily kennen, die sich bei einem Schulausflug ins Museum plötzlich Refeniel, einem Dämon, gegenüber sieht, den sie angeblich an sich gebunden haben soll. Anfänglich versucht sie diesem Mann aus dem Weg zu gehen, aber nachdem sie von einem anderen Dämon verfolgt und angegriffen wird, hört sie ihm endlich zu. Refeniel erklärt ihr, dass ihre Existenzen durch den Bund nun voneinander abhängen. Stirbt einer der beiden, stirbt automatisch auch der andere.

Schnell wird den beiden klar, dass jemand anderes die Finger im Spiel haben muss, denn Emily besitzt zwar tief in ihrem Inneren magische Fähigkeiten, hat diese bis heute aber nicht entdeckt. Refeniel und Emily finden sich schließlich mit ihrem Schicksal ab und versuchen nun zusammen mit der Wächterkatze Bartholomäus den Pakt zu lösen, damit diese wieder zurück in die Unterwelt können. Emily kommt nur schwer mit der Situation zurecht, da sie bisher kein leichts Leben hatte und noch immer von Albträumen heimgesucht wird, die schlimme Erinnerungen in ihr wachrufen. Jeden Tag aufs Neue hat sie versucht ein normals Leben zu führen, bis Refeniel aufgetaucht ist.


→ FAZIT 


Der Einstieg ins Buch fiel mir sehr einfach. Ich habe mich gleich sehr gut in der Geschichte wiedergefunden und die Seiten geradezu verschlungen.

Die Charaktere fand ich mehr als gut beschrieben, denn ich konnte mir ganz genau ein Bild von ihnen machen. Jeder einzelne von ihnen hat eine ganz individuelle Persönlichkeit bekommen, sodass sich in meinem Kopf immer mehr ein Bild von ihnen geformt hat. Juliane Maibach hat genau die richtige Mischung gefunden um ihren Protagonisten Leben einzuhauchen.

Auch der Schreibstil hat mich völlig überzeugt. Er lässt sich leicht und flüssig lesen. Mir sind im Buch keine Rechtschreibfehler aufgefallen und ich bin über keine einzige Stelle gestolpert. Der Text ergab Sinn und hat mich mehr und mehr in seinen Bann gezogen. Einzig das Wort "man" wurde immer falsch geschrieben und mit zwei "N" geschrieben.

Auch der Verlauf der Geschichte war sehr gut. Es wurde nicht an Details gespart oder Dinge unnötig in die Länge gezogen. Ich war durchweg neugierig und gespannt, was als nächstes geschehen würde und habe Thesen aufgestellt, wer wohl der "Bösewicht" ist. Ziemlich schnell kam mir ein Verdacht, allerdings war ich mir zwischendurch immer unsicher ob ich recht damit behalten würde. Letztlich hat sich dann aber doch herausgestellt, dass ich mit meiner anfänglichen Vermutung richtig lag und Juliane Maibach den Leser vermutich etwas in die Irre führen wollte. Auch dieser Fakt hat mir sehr gefallen, da ich genau diese Art von Bücher sehr mag.

Während der ganzen Geschichte gab es allerdings auch einen sehr großen Minuspunkt der mich immer mehr genervt hat. So gut ich die Beschreibungen auch fand und ich es mochte, dass man sich Situationen und Personen gut vorstellen konnte, aber spätestens nach der dritten Wiederholung wusste ich doch, dass die Mitternachtsaugen von Refeniel mit den goldenen Sprenkeln die wie flüssiges Gold in der Sonne aussehen, so atemberaubend sind. Das wurde in diesem Buch so penetrant oft wiederholt das es mich zum Schluss wirklich nur noch genervt hat, weshalb ich auch einen Punkt abziehen muss.

Das Ende konnte mich auch wieder von sich überzeugen und macht sehr neugierig auf den 2. Band. Es lässt viele Wendungen zu und ich bin schon sehr gespannt wie es weitergehen wird.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass das Buch wirkilch wahnsinnig gelungen ist und kaum Schwachstellen hat. Ich habe es so gerne gelesen und konnte dank Juliane Maibach in eine völlig neue Welt eintauchen.



4 von 5 Diamanten



→ Vielen Dank an dieser Stelle bei Juliane Maibach für die Bereitstellung des Leseexemplars! ←

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