【REZENSION】 "Die Wandlerin" von Mona Stärck





→ KLAPPENTEXT 



Jahrhundertelang schwelt wie eine glühende Kohle in einem Haufen trockenen Reisigs, der Konflikt zwischen den Menschen, den Drachen und dem geflügelten Volk der Talkoon. Doch im Gegensatz zum greisen Oberhaupt der Menschen erkennt die Talkoon Königin Larima die Gefahr, die vom Sohn des Drachenkönigs ausgeht, der nun alt genug und bereit ist, das Feuer des Krieges zu entfachen. 

Um ihr Volk zu schützen, setzt die Königin auf die magischen Fähigkeiten der jungen Wandlerin Mella, auch wenn diese kaum gelernt hat, das mächtige Drachenaugen Juwel zu beherrschen, was es ihr ermöglicht ihre Gestalt zu wandeln. Mella, aufgewachsen bei den Menschen, geboren als Talkoon und im Herzen verbunden mit den Drachen, fühlt mit allen Wesen des Reiches und ist daher bereit in Larimas Sinn zu handeln. 

Doch die Königin treibt ein doppeltes Spiel. Auf ihrer gefährlichen Mission als Gesandte macht Mella nicht nur Bekanntschaft mit der Gilde der Meuchelmörder, sondern sie kommt auch mit ihrer wahren Herkunft in Kontakt und beginnt zu ahnen, zu welchen Aufgaben sie wahrhaft berufen ist.


→ DER ERSTE SATZ 


Der Regen prasselte aus sternenloser Schwärze auf sie herab.


→ FAZIT 


Das Debüt von Mona Stärck durfte ich im Rahmen einer Blogtour lesen, worüber ich mich wirklich sehr gefreut habe. Bisher war mir das Buch nur einmal bei Katja von Katja's Bücherwelt als Monatshighlight aufgefallen, ansonsten nicht. Nachdem ich dieses Buch beendet habe und mich ersteinmal sammeln musste, kann ich das absolut nicht nachvollziehen.

Gleich der Einstieg ins Buch wird damit verschönert, dass ich eine Karte der Welt vor mir hatte, auf der ich immer wieder schauen konnte, an welchen Orten die verschiedenen Handlungen stattfanden. Weiter ging es mit einem Prolog und dem ersten von drei Büchern, welche in dem Buch zu finden sind. Der Prolog findet zunächst in der Vergangenheit statt bevor es dann mit der Gegenwart und der eigentlichen Geschichte rund um Mella, der Wandlerin, losgeht. Gleich zu Beginn wird die Umgebung so detailreich geschildert, dass ich gleich vollkommen in die Geschichte eintauchen konnte.

Ein wenig gewöhnungsbedürftig sind hingegen einige Namen und die verschiedenen Völker. Da der Schreibstil in der Erzähler-Perspektive gestaltet wurde, konnte ich mir auch hier nach und nach ein genaues Bild machen. Ich wurde nicht mit einem Mal mit Informationen zugeschüttet, sondern erfuhr nach und nach im Laufe der Geschichte mehr über die verschiedenen Völker und dessen Geschichten. So kam also auch nicht das Gefühl auf, als würde ich ein Sachbuch lesen. Womit ich allerdings bis zum Schluss Probleme hatte, waren einige Namen, die ich mir einfach nicht merken konnte, da es in der Handlung einige Namen gibt, die man erfährt. Auch mit der genauen Aussprache hatte ich etwas Probleme, da viele Namen fremdartig geschrieben wurden und natürlich elfisch angehaucht waren. So gab es Protogonisten, die Fijaél, Kelitiah, Sáremi oder Laetíta hießen. Trotz der Namen lies sich die ganze Geschichte leicht und flüssig lesen. Ich habe direkt alles verstanden und bin geradeso durch die Seiten geflogen.

Nach und nach habe ich nach der Einführung in die Welt auch die verschiedenen Charaktere kennengelernt. Viele waren mir sympathisch, aus einigen wurde ich nicht schlau, andere habe ich ins Herz geschlossen. Ich habe mit ihnen gelitten oder die Daumen gedrückt. Und eine Person habe ich zum Schluss richtig verabscheut, was mich sehr überrascht hat. Mona Stärck hat einfach ein unglaubliches Talent ihren Protagonisten Leben einzuhauchen, dass ich völlig sprachlos bin. Denn es gibt so viele Szenen die mir dadurch einfach nur unter die Haut gingen, was mir bei vielen anderen Büchern oft fehlt.

Und genau dadurch hat die Geschichte und deren Verlauf stets lebendig gewirkt. Ich wurde von den Geschehnissen geradezu mitgerissen und mir fiel es schwer, Pausen einzulegen, da ich alle Stellen stets spannend und mitreißend fand. Es gab keine unnötigen Längen oder Erzählungen, die etwas unnötig aufgebauscht hätten. Meiner Meinung nach wurde die ganze Geschichte über ein perfekter Mittelweg gefunden, der mir stets etwas geboten hat und mich nicht langweilte. Je weiter sich die Handlung in Richtung Ende begab, desto mehr Spannung wurde auch aufgebaut. Es gab einige Momente, in denen ich tief durchatmen musste, weil meine Nerven teilweise bis auf's Äußerste angespannt waren.

Und so kam das Ende für mich auch völlig überrumpelnd und unvorhersehbar. Immer wieder ging mir nur ein Satz durch den Kopf: "Das kann doch jetzt nicht wahr sein!". Ich war einfach völlig geplättet und aufgewühlt. So viele verschiedene Gefühle hat wirklich selten ein Buch in mir ausgelöst. Es ist wirklich sehr schwer zu beschreiben, was in mir vorgeht, nachdem ich dieses Schätzchen gelesen habe. Es ist ein offenes Ende und die Autorin schreibt derzeit am nächsten Band, den ich schon sehnsüchtig erwarte.

Abschließend möchte ich nur sagen, dass dieses Buch definitiv viel mehr Aufmerksamkeit verdient, da ich es wirklich fantastisch finde. Mona Stärck hat in meinen Augen unfassbar viel Potenzial und hat für mich ein kleines Meisterwerk geschaffen. Dieses Buch ist ein absolutes Muss für jeden Liebhaber von Fantasy und Drachen.


5 von 5 Diamanten




→ Vielen Dank an dieser Stelle bei Mona Stärck für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! ←

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