【REZENSION】 "Meyruka - Die goldene Kriegerin" von Johanna Danninger





→ KLAPPENTEXT 


Vor drei Jahren besetzten die technologisch überlegenen Kytharer die Erde und verdrängten die minderwertige Menschheit rücksichtslos von ihrem Platz. Sie machten sich den gesamten Planeten zu eigen und alles, was darauf lebte. Doch im Verborgenen regt sich bereits der Widerstand. Die 19-jährige Meyruka wurde ihr ganzes Leben auf die drohende Invasion der Kytharer vorbereitet. Als Anführerin der geheimen Organisation Rebell City verfolgt sie nur ein Ziel: die Erde zurückzuerobern. Aber auf eines ist Meyruka nicht vorbereitet: die Begegnung mit Captain Syn Leroi, dem kytharischen Offizier mit den bernsteinfarbenen Augen…

→ DER ERSTE SATZ 


Nervös hielt Edward das Handy an sein Ohr.


→ INHALT 

Die Geschichte handelt von Meyruka, einer Widerstandskämpferin die im Verborgenen eine Rebellion gegen die scheinbar weit überlegenen Kytharer plant. Diese haben vor 3 Jahren die Erde an sich gerissen und die, aus ihrer Sicht, minderwertigen Menschen entweder getötet oder versklavt.

Als Anführerin der Organisation Rebell City plant sie einen gewaltigen Gegenschlag gegen die Kytharer um die Erde wieder in die Hände der Menschen zu bringen. Von den Sklaven wird sie ehrfürchtig nur die goldene Kriegerin genannt.

Nach und nach kommt Meyruka ihrem Ziel näher, denn womit die Kythrer nicht gerechnet haben, ist die Ausdauer und Intelligenz der Menschen, sowie dessen Überlebenswille.
Während einer Mission trifft Meyruka schließlich auf Captain Syn Leroi, einem kytharischen Offizier, der völlig anders als die bisherigen Kytharer ist, die sie bisher kannte.


→ FAZIT 


Als ich begonnen habe das Buch zu lesen dachte ich erstmal ganz schnell: "Hä? Irgendwas stimmt hier nicht.", denn ich war gedanklich bei einem völlig anderem Genre, was aber nicht die Schuld von Johanna Danninger ist, sondern meine. Denn Meyruka war mal wieder ein reiner Coverkauf. Und so war ich dann erstmal etwas verdutzt, als ich Außerirdischen und Widerstandskämpfern gegenüber stand, anstatt Zauberen, Kobolden oder anderen magischen Wesen. Ich dachte nämlich es wäre ein Fantasybuch.

Nachdem sich die anfängliche Verwirrtheit dann wieder gelegt hat, bin ich etwas skeptisch an das Buch rangegangen, da ich nicht genau wusste, ob die leichte SciFi-Richtung etwas für mich ist, da ich bisher noch nichts in dieser Richtung gelesen hatte. Aber ich kann vorweg nehmen, dass diese Angst völlig unbegründet gewesen ist.

Johanna Danninger hat mir den Einstieg in das Buch durch ihren sehr flüssigen und verständlichen Schreibstil mehr als einfach gemacht. Und so wurde aus einem "Ich lese mal schnell die ersten zwei Kapitel" ein "Oh verdammt, es ist 2 Uhr Nachts und ich muss morgen wieder arbeiten". Ich hab während des Lesens einfach völlig die Zeit vergessen, denn die Geschichte rund um Meyruka hat mich einfach völlig in ihren Bann gezogen.

Wie bereits erwähnt ist der Schreibstil mehr als gelungen und konnte mich völlig überzeugen. Das Buch wird aus der Erzählerperspektive erzählt und so hatte ich die Möglichkeit, sowohl die Gedanken von Meyruka als auch die Captain Sin Leroi zu erfahren, was ich ziemlich spannend fand.

Auch die Charaktere wurden sehr detailiert und liebevoll umschrieben, sodass ich mir gut ein Bild von den wichtigsten Protagonisten machen konnte. Mir gefällt die Art und Weise wie Johanna Danninger Figuren schafft wahnsinnig gut und hier können sich andere Autoren definitiv noch eine Scheibe abschneiden. Einziger Kritikpunkt an der ganzen Sache: Leider wurde es manchmal etwas übertrieben, wenn unter anderem Stellen kamen, wo Meyruka fast als gottgleich beschrieben wurde und wie wunderschön sie doch sei. Ich bin einfach kein Fan von so einer Übertreibung in Büchern. Es ist okay, wenn sich ein männlicher oder weiblicher Protagonist denkt oder sagt, dass er jemanden sehr hübsch findet, aber das alles sollte seine Grenzen haben.

Aber kommen wir zum Handlungsverlauf. Dieser hat mich wirklich so gepackt und mit sich gerissen. Immer wollte ich wissen, was als nächstes passiert und welche Geheimnisse noch aufgedeckt werden. Einige Dinge konnte ich bereits während des Lesens erahnen, andere haben mich völlig überrascht. Das ist also wirklich super gelungen. Hin und wieder hatte ich ein paar Stellen im Buch, die etwas langatmig waren und die meiner Meinung nach entweder gar nicht rein gemusst hätten oder kürzer hätten sein können. Ich denke allerdings, dass so etwas immer Geschmackssache ist und es jeder anders sieht.

Das Ende der Geschichte war auch wirklich grandios. So viel hat sich aufgedeckt und ich hatte einige Momente wo ich mich gebannt an meinen eReader geklammert habe. Ich habe wirklich so sehr mitgefiebert. Ein wirklich gelungenes Ende wie ich finde, dass keine Fragen offen lässt.

Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass das Buch von Johanna Danninger wirklich eine tolle Geschichte ist, die mich trotz kleiner Schwächen völlig von sich überzeugt und begeistert hat. Es hat nicht wirklich viel mit Star Wars oder dergleichen zu tun, was ich automatisch mit SciFi verbinde, sondern der Fokus liegt vielmehr auf dem dystopischen und das die Erde übernommen wurde, welche Folgen das hat und wie der Widerstand gegen dieses System geführt wird. Also eher vergleichbar mit Tribute von Panem, wenn auch eine völlig andere Story.

Jedenfalls hat die Geschichte für mich die volle Punktzahl verdient, da sie mich einfach gepackt hat und ich viel Spaß beim lesen hatte. Ich bin wirklich schon auf mehr Werke der Autorin gespannt.


5 von 5 Diamanten

Kommentare:

  1. Hallo Nele,

    wie gut, dass ich Deine Rezension gelesen habe, denn ich dachte auch, das Buch gehöre ins Fantasy-Genre. Gut zu wissen, dass das nicht so ist ;)

    Aber Deine Rezension hat mich jetzt zusätzlich neugierig auf das Buch gemacht, jetzt muss ich es haben :)

    LG
    Moni

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    1. Jetzt bin ich doch etwas erleichtert das es nicht nur mir so ging. :D
      Ich kann dir das Buch wirklich wärmstens empfehlen.

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