【REZENSION】 "Krampus" von Gerald Brom

Februar 28, 2016





→ KLAPPENTEXT 



Einst war Krampus der gefeierte Herr des heidnischen Julfestes. Bis zu dem Tag, an dem er einem Komplott des Nikolaus zum Opfer fiel. Entmachtet und in eine dunkle Höhle in der neuen Welt ver­­bannt, musste Krampus mit ansehen, wie der 
Nikolaus das Weihnachtsfest zum Jahres­höhepunkt im Dezember erhob. Doch seine Zeit der Gefangenschaft neigt sich dem Ende zu. Denn dem mittellosen ­Musiker ­Jesse ist zufällig der Schlüssel zu Krampus’ Freiheit in die Hände gefallen.


→ DER ERSTE SATZ 


Sankt Nikolaus...
Der Geschmack deines Namens auf der Zunge ist mir zuwider.


→ FAZIT 


Dieses Buch habe ich schon vor einiger Zeit entdeckt, als es mir mit seinem genialen Cover ins Auge gestochen ist. Und nicht nur das Cover sah gut aus, auch der Klappentext klang sehr vielversprechend. Kaum ist es bei mir angekommen musste ich auch schon direkt mit dem lesen beginnen und war erstmal völlig von den Illustrationen begeistert.

Gerald Brom hat für das Buch mehrere Bilder gezeichnet, welche zum Beispiel die wichtigsten Charaktere zeigen. Auch zu Beginn jedes Kapitels ist eine Bild zu sehen, welches zur darauffolgenden Handlung passt.

Nachdem ich nun völlig begeistert zu lesen begonnen habe, kam die Enttäuschung leider viel zu schnell. Die Geschichte konnte mich leider nicht mitreißen und ich fand sie sehr langweilig. Die ganze Story ist nur so dahingeplätschert und konnte in meinen Augen keine wirkliche Spannung aufbauen. Ich musste mich von Seite zu Seite quälen und habe wirklich verdammt lange gebraucht, bis ich das Buch beendet habe. Stets hatte ich die Hoffnung, das irgendwann die Wende kommen würde, aber diese trat bis zum Schluss nicht ein.

Positiv gelungen ist Gerald Brom allerdings die Beschreibung der Charaktere und vieler Empfindungen. Ich konnte mir ein gutes Bild von ihnen machen, auch wenn ich mich mit niemanden wirklich verbunden gefühlt habe. Auch die verschiedenen Perspektivenwechsel haben einen besseren Einblick in die Gedanken der einzelnen Protagonisten gewährt, was mir immer sehr bei Büchern gefällt.

Die Idee von uralten Bräuchen rund um Krampus und Nikolaus und die verschiedenen alten Götter fand ich wahnsinnig spannend. Allerdings wurde diese in meinen Augen überhaupt nicht gut vermittelt. Vielleicht ist es auch die Art und Weise wie Gerald Brom schreibt und das diese einfach nichts für mich ist, ich weiß es nicht genau. Für mich hat einfach völlig die Spannung gefehlt, oft auch die Logik hinter den Handlungen.

Ich kann abschließend nur sagen, dass es mir wirklich leid um die Geschichte tut, aus der man unfassbar viel herausholen hätte können. Grundidee, Perspektivenwechsel und vor allem die Zeichnungen sind klasse, der Rest leider so gar nicht.


2 von 5 Diamanten


→ Vielen Dank an dieser Stelle beim Droemer Knaur Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! ←

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