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"Aurora: Ghost 1.1 - Verflucht" • Caroline G. Brinkman

Juli 25, 2016




Klappentext


Elenora Dumont flüchtet sich gerne in fiktive Welten, um ihrem tristen Alltag zu entkommen. Niemals hätte sie für möglich gehalten, dass Übernatürliches tatsächlich existiert. 
Doch dann bekommt sie unerwartet Besuch. Ausgerechnet Tante Gitty, die sich schon vor Jahren zu Tode getrunken hat, zeigt Elenora, welche unglaublichen Fähigkeiten in ihr schlummern. 
Ihre Eltern haben eine eigene Theorie über den Zustand ihr Tochter: Geisteskrankheit. Doch die Toten sind nicht Elenoras einzige Sorge, denn auch Lebende machen Jagd auf Menschen mit besonderen Fähigkeiten, und sie haben Elenora bereits im Visier.




Der erste Satz

"Eli passierte den "Sande", einen Umschlagpunkt für das ausgebaute Metronetzwerk der Stadt."



Fazit


Halbzeit beim ersten Drittel der Aurora-Anthologie und damit kommen wir zu Ghost bzw. Elenora Dumont von Caroline G. Brinkmann, dessen Patin ich zusammen mit Sarah von Zeilen zum Tee bin. Auf dieses Buch war ich besonders gespannt bzw. hatte auch am meisten Angst davor, weil ich nicht wusste wie es mir gefallen würde.

Zu Beginn der Geschichte war ich noch nicht wirklich sicher, ob das ein Buch nach meinem Geschmack ist. Denn dieses beginnt bei Eli, wie sie auf dem Weg in die sogenannte Unterwelt ist. Dabei handelt es sich um einen Treffpunkt für Menschen die anders sind, man kann sie sich ein bisschen wie ein verschrobene Art der Winkelgasse vorstellen. Zu dieser erhält natürlich nicht jeder Zugriff und man muss ein Lösungswort nennen.
Bis zu diesem Punkt dachte ich mir nur "Och nö, wie klischeehaft." und war etwas enttäuscht, lies mich aber erstmal nicht davon abschrecken. Denn wie sagt man so schön? Aller Anfang ist schwer. Und so war es auch und ich sollte belohnt werden. Aber diesem Punkt hat die Handlung für mich eine steile Kurve nach oben gemacht!

Der Schreibstil von Caroline G. Brinkmann ist wahnsinnig gut verständlich und super passend zum Buch und der Hauptprotagonistin. Erzählt wird die Handlung aus Sicht der personellen Erzählers, wodurch es mir möglich war einen Blick auf Eli's Gedankenwelt zu erhaschen. Das wohl größte Manko am Buch waren allerdings die unzähligen Rechtschreibfehler, die mich unheimlich im Lesefluss und -feeling gestört haben. An dieser Stelle möchte ich aber anmerken, dass das Buch noch einmal durch's Korrektorat gewandert ist, sodass jeder dem dies genauso wichtig ist wie mir, aufatmen kann.


 "Jeder war so damit beschäftigt, seine Ansichten in die Welt zu brüllen, dass am Ende niemand mehr wusste, was sich nun wirklich zugetragen hatte." 
Pos. 298 "Aurora: Ghost 1.1 - Verflucht" von Caroline G. Brinkmann

Die Protagonisten waren ebenfalls genial. Hierbei hat Caroline G. Brinkmann ihren Fokus auf die Hauptprotagonistin gelegt, welche ihr so wunderbar gelungen ist. Es gibt eine Szene im Buch in der Eli's Mutter sie vor einer Familienfeier "vernünftig" anzieht und ich hatte die Vorher-Nachher-Bilder so stark im Kopf das ich Tränen gelacht habe. Einfach klasse!

Wie bereits erwähnt, wurde die Handlung immer spannender und ich immer begeisterter. Was dort passiert hat stellenweise an "The Ring" erinnert und mir liefen Schauer über den Rücken. Ich könnte ganze Romane darüber schreiben, wie toll ich den ganzen Verlauf fand, aber ich denke man merkt meine Begeisterung. Zwischendurch gab es einzelne Stellen, die ich etwas uninteressant fand, aber das hielt sich wirklich stark in Grenzen. Was mir auch sehr gefallen hat, ist der rote Faden, welcher sich durch das ganze Buch geschlängelt hat. Ich bin einfach kein Fan von vielen Handlungssträngen und war froh, hier einen klaren Faden vorzufinden.

Auch das Ende hat noch einmal eingeschlagen wie eine Bombe mit einer Handlung die ich - im Nachhinein betrachtet - vielleicht erahnen hätte können, aber dennoch völlig überrascht war. Tja, und ich saß da und das Buch war zu Ende. Erste Handlung: Der Autroin geschrieben wie geil ihr Buch ist und ob das Ende ihr Ernst sei. Soll heißen, ich kann es kaum erwarten bis die Fortsetzung folgt.

Zusammenfassend kann ich also sagen, dass dieses Buch wirklich ein Pageturner ist, abgesehen von dem etwas schwachen Einstieg und der Rechtschreibfehler.


4 von 5 Diamanten




→ Vielen Dank an dieser Stelle beim Papierverzierer Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! ←

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