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"Aurora: Lexi Littera 1.1 - Macht der Tinte" • Lucia S. Wiemer

Juli 18, 2016





Klappentext


Clara ist ein übergewichtiger Bücherwurm, die sich lieber in Romanwelten vergräbt, als aus dem Haus zu gehen. Sie hat es nicht immer leicht, schon gar nicht gegen die Models-Truppe an der Schule, die sie mobbt. Wehren kann Clara sich nicht, bis zu dem Tag, da sie völlig unerwartet auf dem Nachhauseweg angegriffen wird. Zu ihrer eigenen Überraschung reagiert sie mit einem Tintenstrahl aus ihren Fingerspitzen. Sie muss aktiv werden, um herauszufinden, wer sie attackiert hat und woher diese Fähigkeit kommt. Warum sprechen Tiere zu ihr? Und wieso saugen sich Bücher an ihr fest?
Zusammen mit ihrer Freundin will Clara das Rätsel um ihre eigenartige Kraft lösen. Doch dafür braucht sie vor allem zwei Dinge: Selbstbewusstsein und die Stärke, sich endlich zur Wehr zu setzen.



Der erste Satz

"Claras Augen huschten über die letzten Zeilen des Schlusskapitels, während sie lässig an der Wand neben dem Englisch-Klassenraum lehnte und auf ihre beste Freundin wartete."



Fazit


Teil 3 der Aurora-Anthologie ist für mich bisher der Teil, mit dessen Protagonistin ich mich am meisten identifizieren kann, da sich mich wahnsinnig an meine eigene Schulzeit erinnert. Der Einstieg in Claras Geschichte, oder auch Lexi Littera, wie ihr Heldenname lautet, beginnt mit einem kleinen Einblick in ihr Leben. Ich lernte ihre beste Freundin, sowie die Clique kennen, von welcher sie regelmäßig gemobbt wurde. Nach dieser kleinen Einführung in die Welt von Clara, ging es auch direkt mit der Handlung und den seltsamen Vorkommnissen los.

Der Schreibstil von Lucia S. Wiemer ist gut verständlich und flüssig, für meinen Geschmack aber etwas zu einfach. Hier hätte ich mir einfach etwas mehr Wortgewandtheit gewünscht, auch wenn sich die Geschichte um ein pubertäres Mädchen handelt. Abgesehen davon hat er mir aber gut gefallen. Erzählt wird die Handlung aus Sicht des personellen Erzählers, wodurch wieder ein guter Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der Hauptprotagonistin möglich war.


"Einmal hatte ihre Mutter einen Hackauflauf gemacht und beim Anbraten des Fleischs war Clara ein Pups entfleucht. Ihre Mutter hatte daraufhin das Hack weggeworfen, weil sie befürchtete, dass es schlecht sei."
Pos. 1116


Die Charaktere der Geschichte sind der Autorin ebenfalls gut gelungen. Gerade Beschreibungen wie der blonde, geflochtene Pferdeschwanz. welcher beim Rennen gegen den Rücken schlägt, lässt die Protagonisten lebendiger wirken. Lucia S. Wiemer hat genau das richtige Maß an Beschreibungen gefunden, sodass ich nie das Gefühl hatte, dass die Charaktere zu sehr umschrieben wurden. Bei der Umgebung hingegen ist ihr dies allerdings nicht ganz so gut gelungen.

Den Verlauf der Handlung fand ich zum größten Teil spannend und aufregend. Es gab einen Moment, bei dem mir ein paar Handlungsstränge bzw. Ereignisse zu viel waren, aber dies war schnell vorbei, als diese alle nach und nach zusammenliefen. Auch das Verhalten von Clara, der Hauptprotagonisten, war genau richtig. Sie zweifelte an sich selbst, hatte Panik und dachte sie würde verrückt werden. Für mich ist das eine ziemliche realistische Reaktion, was mir bei Büchern sehr wichtig ist.

Das Ende hat mir ebenfalls gut gefallen und macht neugierig auf mehr. Clara scheint vor dem Beginn einer Wandlung zu stehen und ich bin sehr gespannt, wie diese wohl aussehen wird.


3 von 5 Diamanten





→ Vielen Dank an dieser Stelle beim Papierverzierer Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! ←

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