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"Elesztrah - Feuer und Eis" • Fanny Bechert




Klappentext


Eine verbannte Jägerin auf der Suche nach ihrem Gefährten …
Ein Krieger aus den Reihen der königlichen Garde …
Eine Macht, die beide untrennbar miteinander verbindet …
Als die Elfe Lysanna herausfindet, dass ihr Gefährte von dem gefürchteten Flammenden Lord gefangen gehalten wird, verspürt sie nur einen Wunsch: ihn zu befreien. Dabei zählt sie auf die Hilfe ihres Clans ›Angelus Mortis‹.
Mitten in den Vorbereitungen auf den bevorstehenden Kampf taucht jedoch der Elfenkrieger Aerthas in ihrem Dorf auf, mit dem sich Lysanna auf unerklärliche Weise verbunden fühlt. Liegt es daran, dass sie beide geheimnisvolle Kräfte in sich tragen, die sie gemeinsam lernen müssen, zu beherrschen? Denn ihre vereinte Macht könnte die einzige Möglichkeit sein, den Flammenden Lord endgültig zu vernichten.
Doch selbst wenn ihnen das gelingen sollte, steht die wachsende Zuneigung, die zwischen Aerthas und Lysanna entsteht, unter einem ungünstigen Stern.


Der erste Satz

"Der Elfenkommandant trieb sein Pferd zügig durch den Laubschattenwald, seine Soldaten dicht hinter sich."



Fazit


Das Erstlingswerk von Fanny Bechert ist ein Fantasyroman, in dem ich mich an der Seite von Elfen, Trollen, Gestaltwandlern, Elementen, Untoten oder Menschen wiedergefunden habe. Es ist der erste Teil einer Reihe und im Sternensand Verlag erschienen. Gleich zu Beginn wird mit dem Leser ein kleiner Abstecher in die Vergangenheit unternommen und man erfährt, wie sich die Hauptprotagonisten das erste mal begegnet sind.

Sehr gespannt war ich auch auf den Schreibstil der Autorin, vor allem da es ihr erstes Buch war. Dieser gestaltet sich so, dass ich als Leser immer wieder die Hauptprotagonistin Lysanna oder Aerthas, den Hauptprotagonisten, begleite und diese Kapitel jeweils aus Sicht des personellen Erzählers geschildert werden. Diese Art Schreibstil mag ich persönlich sehr gerne, da ich so immer wieder einen Einblick in die Gefühle und Gedanken der Person erhaschen kann, welche mir sonst verwehrt bleiben. Was mir persönlich in den ersten Kapitel aufgefallen ist, war der etwas unsichere und wirre Schreibstil. Ich hatte das Gefühl, dass die Autorin zunächst ihren Schreibstil finden musste und noch herumexperimentierte, aber dann ihren Weg gefunden hat.



 »"Ja, Liebe kann verdammt weh tun." stimmte Lysanna zu. "Sie kann dich in den tiefsten Abgrund stürzen. Aber sie kann dich genauso auf eine wunderbare Art und Weise aus diesem wieder herausholen."« 
Pos. 2441


Was mich absolut überzeugen konnte, sind die Charaktere, die Fanny Bechert geschaffen hat. Diese waren so vielfältig und liebevoll ausgedacht, wovon sich manch anderer Autor noch eine Scheibe abschneiden kann. Sei es der eifersüchtige Noch-Ehemann, die quirlige und aufgedrehte Tochter von Lysanna oder der fast immer schlecht gelaunte Sedan, welcher ein Untoter ist. Einen dicken Pluspunkt bekommt die Autorin dafür, dass die Hauptprotagonistin endlich mal kein Hungerhaken ist, sondern eine Frau mit Kurven. Das gibt es, meiner Meinung nach, viel zu selten in Büchern. Auch die kleinen, raffinierten Feinheiten mit Lysanna's Haaren finde ich sehr schön.

Die Handlung des Buches war mir zunächst etwas unklar. Ich wusste nicht genau, wohin mich die Geschichte lenken wollte und mir fehlte etwas der rote Faden. Ich kam mir ein bisschen zu sehr ins Geschehen "geschmissen" vor. Sobald ich den roten Faden aber erst einmal gefunden hatte, schlängelte er sich durch das ganze Buch und heizte immer mehr meine Neugier an. Es entwickelte sich ein richtiger Suchtfaktor und ich musste einfach immer und immer weiter lesen. Sowohl Liebhaber von Kämpfen, als auch von seichten Liebesgeschichten werden hier definitiv auf ihre Kosten kommen. Es ist eine sehr gute Mischung und ich hatte nie das Gefühl, dass etwas zu langatmig behandelt wurde. Ich habe mich in das Buch verliebt - mit jeder Seite ein bisschen mehr.

Was es absolut in sich und mich als Leser völlig sprachlos zurückgelassen hat, ist das Ende. Denn nein, es ist kein typisches "Sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende."-Ende, sondern vielmehr ein "Das kann doch jetzt nicht ihr ernst sein."-Ende. Die Wendung kam für mich so unvorhersehbar und plötzlich, dass ich gar nicht wusste wohin mit meinen Gefühlen. Von mir an dieser Stelle also eine ganz klare Empfehlung, an alle Fantasy-Liebhaber und eine Wertung mit 4 von 5 Diamanten, da ich überzeugt bin, dass Band 2 eins drauflegen kann und Fanny Bechert sich selbst nochmal übertreffen wird.


4 von 5 Diamanten




→ Vielen Dank an dieser Stelle beim Sternensand Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! ←

Kommentare:

  1. Huhu! :)
    Ich habe gerade deinen Blog entdeckt und finde ihn sehr toll. Bin dir gleich mal gefolgt.

    Deine Rezension gefällt mir richtig gut und das Buch hat ja mal ein wunderschönes Cover ♥

    Liebe Grüße,
    Liz ♥

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