"Animox - Das Heulen der Wölfe" von Aimée Carter

September 07, 2017





Als Ratten seine Mutter entführen und sein Onkel sich in einen Wolf verwandelt, wird dem 12-jährigen Simon in Aimée Carters "Animox" klar: Seine Familie zählt zu den sogenannten Animox – Menschen, die sich in mächtige Tiere verwandeln können. Und schon steckt er mitten im erbitterten Krieg der fünf Königreiche der Animox. Ob Simon ein Nachfahre des Bestienkönigs ist, der sich in alle fünf Tierarten verwandeln kann?



Simon Thorn schlug die Augen auf.





Auf diese Geschichte war ich so wahnsinnig neugierig, da mir das Cover von Anfang an so wahnsinnig gut gefallen hat, dass ich es allein deswegen schon lesen wollte. Ein Jugendbuch das vom Klappentext sehr viel versprach und welches ich sofort begann zu verschlingen, sobald ich es in Händen hielt. Und ich musste erst einmal verzückt über den Buchdeckel streichen, da dass Cover in Echt noch viel, viel schöner war. Ein wirkliches Schmuckstück.

Der Einstieg und damit Beginn in die Geschichte von Simon fiel mir wahnsinnig leicht und ich flog geradezu durch die Seiten. Immer mehr und mehr wollte ich über Simon und die Animox erfahren, als mir der Wecker, welcher schon nach 3 Uhr morgens anzeigte, einen Strich durch die Rechnung machte. Ich musste also eine Zwangspause bis zum nächsten Tag einlegen.

Simon wird meiner Meinung nach als Charakter unglaublich gut von Aimée Carter beschrieben. Er hat kein sehr leichtes Leben, da er seine Mutter nur wenige Tage im Jahr sieht und ihm seine Schulkameraden das Leben schwer machen. Ein jeder, der auch nur eines dieser Dinge erleben musste, weiß ganz genau, wie Simon sich fühlt und was er durchmachen muss. Umso mehr freut es mich als Leserin die Entwicklung von Simon mitzuverfolgen und die Wendepunkte der Geschichte zu erleben. Und auch jeder andere Charakter des Buches bekommt Leben eingehaucht und seine ganz eigenen Persönlichkeit, die ihn einmalig und damit beinahe lebedig werden lässt.

Aimée Carter schaffte es mit ihrem Schreibstil, in mir Mitgefühl, Wut, Trauer und auch Freude zu wecken. Ein Gefühlschaos, welches ich so in keinster Weise erwartet hätte. Als Leser sollte man sich keinesfalls davon täuschen lassen, dass es sich um ein Jugendbuch handelt. Der Schreibstil ist flüssig und verständlich, dennoch nicht plump. Das Buch hat an einigen Stellen Tiefgang, den ich mir bei so manch einem "Erwachsenenbuch" wünschen würde.

Für mich war dieses Buch ein wunderbares Jugendbuch, als welches man es auch sehen sollte. Eine rundum gelungene Geschichte, auf deren zweiten Band ich bereits jetzt gespannt bin.


5 von 5 Diamanen



→ Vielen Dank an dieser Stelle beim Oetinger Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! ←

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