[Rezension] "Erebos" von Ursula Poznanski

Dezember 16, 2015




→ KLAPPENTEXT 


In einer Londoner Schule wird ein Computerspiel herumgereicht - Erebos. Wer es startet, kommt nicht mehr davon los. Dabei sind die Regeln äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance. Er darf mit niemandem darüber reden und muss immer allein spielen. Und wer gegen die Regeln verstößt oder seine Aufgaben nicht erfüllt, fliegt raus und kann Erebos auch nicht mehr starten. Erebos lässt Fiktion und Wirklichkeit auf irritierende Weise verschwimmen: Die Aufgaben, die das Spiel stellt, müssen in der realen Welt ausgeführt werden. Auch Nick ist süchtig nach Erebos - bis es ihm befiehlt, einen Menschen umzubringen.


→ DER ERSTE SATZ 


Schon zehn Minuten nach drei und noch keine Spur von Colin.


→ INHALT 


In dem Buch geht es um Nick, der eine Londoner Schule besucht, an der in letzter ein Computerspiel die Runde macht. Anfänglich weiß natürlich keiner genau um was es geht, aber als sich schließlich auch Nicks vermeintlicher Freund Colin plötzlich seltsam verhält, möchte er unbedingt erfahren um was es genau geht.

Jeder der Teil des Spieles ist macht ein großes Geheimnis darum und gibt nicht das kleinste Detail preis. Schließlich ist es dann soweit und auch Nick erhält die CD mit dem Spiel und erhält damit die Chance ein Teil von Erebos zu sein. Allerdings sind die Regeln streng: Er darf keinem davon erzählen, muss stets allein sein, wenn er Erebos spielt und hat nur eine einzige Chance. Sollte man gegen die Regeln verstoßen oder eine Aufgabe des Boten nicht schaffen, so wird man aus Spiel verbannt und hat keine Möglichkeit es mehr zu betreten.

Anfangs fesselt Erebos Nick sehr, denn es lässt die Realität einfließen und so muss er unter anderem Aufgaben im wahren Leben erledigen um im Spiel voranzukommen. Ihm gefällt diese Art und schnell will er einfach nur noch besser und besser werden. Das alles findet ein jähes Ende als ihm das Spiel befiehlt einen Menschen zu töten.

Als Nick schließlich begreift, wie gefährlich Erebos in Wahrheit ist, setzt er alles daran um zu erfahren was dahinter steckt und das Spiel aufzuhalten noch mehr Menschen zu schaden. 



→ FAZIT 


Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und war zunächst etwas skeptisch, da es mein allererstes Hörbuch war. Aber das war völlig unbegründet, dann ich war sofort mitten in der Geschichte und hatte die CDs innerhalb von 2 Abenden durchgehört.

Der Einstieg in die Geschichte viel mir sehr einfach und ich war schnell Feuer und Flamme für die Geschehnisse. Von Anfang an wusste ich eigentlich, welchen Protagonisten ich mochte und welchen nicht.

Der Schreibstil von Ursula Poznanski ist wahnsinnig flüssig und sehr gut verständlich. Das Hören war dadurch sehr einfach und ich bin gut mit der Handlung mitgekommen. Es hatte ein gewisses Suchtpotential und ich wollte immer mehr und mehr erfahren. Allerdings hat mir ein wenig das Anspruchsvolle und die Wortgewandtheit gefehlt.

Bei den einzelnen Charakteren ging dann das große Chaos los. Die Schüler konnte ich mir gerade so noch merken und zuordnen, aber als es dann ins Spiel ging kamen auch noch die Namen der Spielfiguren dazu und das Chaos war perfekt. Es flogen einem ständig um die zwanzig verschiedene Namen um die Ohren, sodass ich zum Schluss völlig den Überblick verloren hatte, wer da nun wer ist und was derjenige nochmal für eine Rolle spielte. Das ist meiner Meinung nach etwas ungünstig gelöst worden.

Den Verlauf der Geschichte fand ich gut, auch wenn ich zwischendurch einfach nicht mehr ganz mitgekommen bin. Aber zu erfahren, wie sich die Schüler verändern und wie skrupellos sie sein können, nur weil sie süchtig nach einem Spiel sind und Angst haben es nicht mehr spielen zu können, war spannend zu erleben und gleichzeitig beängstigend. Vieles in dieser Geschichte lässt sich auf die heutige Zeit interpretieren und ich glaube das es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis es ein Spiel wie Erebos auch in der heutigen Zeit geben wird, sofern es das nicht schon längst gibt.

Das Ende war genauso spannend wie die restliche Geschichte und manche Wendung kam für mich durchaus überraschend. Ich fand es toll, wie sich die einzelnen Puzzleteile nach und nach zusammengefügt haben und einen Sinn ergaben. Wie man langsam erkennen konnte, wer dabei welche Rolle gespielt hat.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass Erebos ein wirklich gelungenes Buch über ein Thema ist, das durchaus auch auf die Realität bezogen werden kann und einen auf eine Art und Weise auch wachrüttelt. Die Geschichte ist meiner Meinung nach perfekt für Jugendliche geeignet oder für Leser, die gerne mal etwas "leichte" Kost für Zwischendurch haben möchten. Mich hat das Buch auf jeden Fall neugierig auf mehr Bücher von Ursula Poznanski gemacht und ich freue mich schon auf das nächste.



4 von 5 Diamanten




→ Vielen Dank an dieser Stelle bei der Hörverlag für die Bereitstellung des Hörexemplars! ←

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